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Firmenwagen-Versicherung: Checken Sie Ihr Risikokonzept!

Wie viel Risiko können Sie sich als Flottenbetreiber leisten?

Firmenwagen-Versicherung: Checken Sie Ihr Risikokonzept!

Wie viel Risiko können Sie sich als Flottenbetreiber leisten?
 
14. Oktober 2020

Lesezeit: 6 Minuten

Der Totalverlust aller Fahrzeuge ist das größte Risiko für Ihren Fuhrpark – ein unwahrscheinliches Szenario. Aber bestimmt haben Sie schon erlebt, dass bereits die Kosten für die Reparatur einzelner Firmenwagen Ihr Budget strapazieren.

Kennen Sie eigentlich die typischen Schäden in Ihrer Flotte? Und müssen Sie bei genauerer Betrachtung wirklich alle Schadenfälle versichern? Oder gibt es alternative Risikokonzepte, die besser zu Ihrem Fuhrpark passen und mit denen Sie Kosten bei Ihrer Firmenwagen-Versicherung sparen?

So decken Sie mit der Firmenwagen-Versicherung Risiken ab

Beschädigte Firmenwagen oder gestohlene Autos sind kostspielig. Haben Sie besonders teure Autos in Ihrer Flotte, birgt schon ein einzelnes Fahrzeug ein hohes Kostenrisiko.

Mit der Firmenwagen-Versicherung wenden Sie Ihr Risiko ab, hohe Schadenkosten begleichen zu müssen. Wenn Sie die Risiken in Ihrer Flotte genau kennen und aktiv managen, können Sie Ihren Fuhrpark – statt mit einer klassischen Firmenwagen-Versicherung – auch auf verschiedene andere Arten absichern.

Erfahren Sie mehr über die Grundlagen der Firmenwagen-Versicherung

Zahlen Sie hohe Prämien für eine klassische Firmenwagen-Versicherung?

Wenn Sie Ihre Risiken aktiv managen, können Sie Ihre Fuhrparkkosten senken. Machen Sie den Risikocheck: Sind Sie bereits ein aktiver Risikomanager? Hier geht’s zum Download.

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Schritt für Schritt mehr Risiko: Alternativen zur klassischen Firmenwagen-Versicherung

Gibt es das ideale Risikokonzept?

Wissen Sie, dass die Kosten für die Firmenwagen-Versicherung durchschnittlich rund 10 % Ihrer Gesamtbetriebskosten ausmachen? Ziehen Sie Alternativen für die Firmenwagen-Versicherung in Betracht, um Prämien zu sparen. Dazu müssen Sie die Risiken in Ihrer Flotte kennen und managen. Betreiben Sie ein aktives Risikomanagement? Nur dann sollten Sie auf klassische Firmenwagen-Versicherungen verzichten.

  1.  
    Unser Tipp „Fuhrparkgröße als wichtiger Faktor bei der Firmenwagen-Versicherung“

    Mit zunehmender Fuhrparkgröße verteilen sich Risiken auf immer mehr Autos. Je größer Ihre Flotte und Ihr Budget sind, desto interessanter ist es, Schadenrisiken alternativ abzusichern. Wenn Sie Schäden aus Ihrem Budget selbst zahlen und nicht versichern, sparen Sie die nicht abzugsfähige Versicherungssteuer für die Firmenwagen-Versicherung.

Klassische Firmenwagen-Versicherungen und Alternativen für steigende Risikobereitschaft

Je weniger Risiken Sie über eine klassische Firmenwagen-Versicherung abdecken, desto intensiver müssen Sie Ihre Risiken managen. Sind Sie ein aktiver Risikomanager?

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1. Erhöhen Sie die Selbstbeteiligung und reduzieren Sie so Ihre Versicherungsprämien.

Wollen Sie den ersten Schritt machen, Ihre Prämien bei der Firmenwagen-Versicherung zu senken? Wenn Sie wenig Risiko eingehen möchten oder können, überdenken Sie als Erstes die Höhe der Selbstbeteiligung Ihrer Kaskoversicherung.

Die Selbstbeteiligung ist ein optional vereinbarter Betrag bei der Firmenwagen-Versicherung, den Sie pro Schadenfall selbst zahlen. Damit übernimmt Ihr Unternehmen einen Teil des Risikos, weil Ihr Versicherer Schäden an Ihren Firmenwagen erst ab einer vereinbarten Höhe deckt. Ihr Vorteil: Ihre monatlichen Prämien für die Firmenwagen-Versicherung sinken.

  • Wählen Sie eine hohe Selbstbeteiligung, bekommen Sie eine günstigere Versicherungsprämie für Ihre Firmenwagen-Versicherung.
  • Die Selbstbeteiligung bei einer Teilkaskoversicherung liegt in deutschen Fuhrparks üblicherweise zwischen 150 und 500 €.
  • Die Selbstbeteiligung bei einer Vollkaskoversicherung liegt dort in der Regel zwischen 500 und 1.000 €.
  • Welchen Betrag Sie für die Selbstbeteiligung bei Ihrer Firmenwagen-Versicherung festlegen, hängt von Ihrem Budget, dem Wert und dem individuellen Schadenverlauf Ihrer Flotte ab.

Alternative Deckungskonzepte anstelle einer klassischen Firmenwagen-Versicherung erhalten Sie bei Anbietern wie Leasing- oder Fuhrparkmanagementgesellschaften.

  1.  
    Tipp „selbst verschuldete Unfälle“

    Ob Sie als Arbeitgeber die Selbstbeteiligung komplett übernehmen oder ob Ihre Dienstwagennutzer sich an den Kosten bei selbst verschuldeten Unfällen beteiligen, regeln Sie im Dienstwagenüberlassungsvertrag.

2. So sparen Sie mit einem Haftungstransfer.

Mit einem Voll- oder Teilhaftungstransfer nehmen Sie statt einer Kaskoversicherung eine Dienstleistung in Anspruch. Diese stellt Sie im gleichen Umfang wie eine Voll- oder Teilkaskoversicherung vom Haftungsrisiko frei. Wie der Name sagt, transferieren Sie die Haftung für Kaskoschäden auf den Anbieter.

  • Statt einer Versicherungsprämie für eine Firmenwagen-Versicherung zahlen Sie bei einem Haftungstransfer einen Risikobeitrag. Dieser ergibt sich – wie die Stückprämien der Versicherung – aus dem individuellen Schadenverlauf Ihrer Flotte.
  • Mit dem Vollhaftungstransfer wird Ihr Unternehmen von der Schadenhaftung im vergleichbaren Umfang freigestellt wie bei der Vollkaskoversicherung.
  • Wenn Sie sich für den Teilhaftungstransfer entscheiden, zahlen Sie geringere Risikobeiträge als beim Vollhaftungstransfer, da Sie einen Teil des Risikos selbst tragen.

Bei beiden Varianten können Sie die Selbstbeteiligung frei wählen.

Ihre Vorteile:

  • Anstelle der nicht abzugsfähigen Versicherungssteuer bei einer Firmenwagen-Versicherung zahlen Sie die für Ihr Unternehmen in der Regel voll abzugsfähige Mehrwertsteuer. Zusätzlich sparen Sie die Vermittlergebühren.
  • Der GAP-Ausgleich ist in der Regel inkludiert.
  • Einige Anbieter gewähren Ihnen die zusätzliche Absicherung von Rückgabeschäden, sollten Ihre Fahrzeuge geleast sein.
Kostenart pro Fahrzeug
Vollkaskoversicherung
Vollhaftungstransfer
Nettoprämie
400 €
/
Nettobeitrag inkl. GAP-Deckung
/
400 €
GAP-Deckung
40 €
/
Gesamt netto
440 €
400 €
19 % Versicherungssteuer (nicht abzugsfähig)
83 €
/
Gesamtkosten pro Fahrzeug
523 €
400 €
Beispiel „Beim Vollhaftungstransfer sparen Sie die Versicherungssteuer"

3. Kasko als Stop-Loss-Cover: Setzen Sie Ihre Kostengrenze und deckeln Sie Ihre Verluste.

Wie hoch dürfen die Schadenkosten sein, die Sie mit Ihrem Fuhrparkbudget ohne weitere Absicherung tragen können? Statt sich für eventuelle Schäden, die vielleicht nie eintreffen, mit einer Firmenwagen-Versicherung langfristig abzusichern, können Sie Kaskoschäden selbst zahlen, wenn sie tatsächlich entstehen.

  • Betrachten Sie die Kosten der Kaskoversicherung für Ihre gesamte Flotte und entscheiden Sie, ob Sie statt dieser Prämienkosten ein Kaskorisiko bis zu einer gewissen Höhe selbst tragen können.
  • Um darüber hinaus abgesichert zu sein und somit Ihr Budget einzuhalten, setzen Sie mittels Stop-Loss-Cover eine Kostengrenze für alle Kaskoschäden. Zum Beispiel zahlen Sie die ersten 100.000 €/Jahr an Schadenkosten selbst.
  • Bei Kosten aus Kaskoschäden über diesen Betrag hinaus kommt die Vollkaskoversicherung ohne weitere Selbstbeteiligung zum Einsatz.

4. Je aktiver Ihr Risikomanagement, desto risikobereiter können Sie sein.

Dafür müssen Sie Ihre Risiken kennen und aktiv managen. Ihr Risikokonzept kann dann aus einem Kaskofonds mit zusätzlicher Naturkatastrophendeckung (Cat Cover) sowie Haftpflicht mit Selbstbeteiligung oder als Stop-Loss-Cover bestehen.

Informieren Sie sich hier über die einzelnen Bausteine des Risikokonzepts

  1.  
    Tipp „Parkschäden vermeiden“

    Haben Sie immer wieder Schäden durch Parkrempler in Ihrer Flotte? Reduzieren Sie Ihr Risiko und machen Sie Einparkhilfen zur Pflichtausstattung. Damit erhöhen Sie auch die Restwerte.

Sind Sie ein aktiver Risikomanager?

Ob Sie für die klassische Firmenwagen-Versicherung in Ihrem Unternehmen Alternativen haben, hängt davon ab, wie Sie Versicherungen in Ihrem Unternehmen insgesamt behandeln und wie aktiv Sie Ihre Fuhrparkrisiken managen.

Klassische Firmenwagen-Versicherung 

Sie gehen auf Nummer sicher:

Sie haben alles abgesichert und entscheiden sich jährlich für den Anbieter mit den günstigsten Prämien.

  • Regelmäßiger/Jährlicher Wechsel des Versicherers zur kurzfristigen Prämiensenkung
  • Fokus ausschließlich auf Einkauf günstiger Prämien
  • Keine Loyalität gegenüber Versicherer

Teil eines Versicherungs-Pakets

Sie versichern Ihre Flotte einfach mit:

Ihr Einkauf ist verantwortlich und inkludiert die Firmenwagen-Versicherung in ein Versicherungspaket.

  • Firmenwagen-Versicherung außerhalb des Entscheidungsbereichs des Fuhrparkmanagements
  • Kein Fokus, da Fahrzeuge lediglich „mitversichert“ sind
  • Höhere Loyalität gegenüber Versicherer

Hoher Anteil an alternativen Risikokonzepten

Sie haben die Risiken im Fokus:

Sie leisten sich Risiken, managen diese aktiv und verzichten so auf regelmäßige Versicherungsprämien.

  • Zahlreiche Optimierungsansätze und -maßnahmen werden permanent umgesetzt
  • Starker Fokus auf Versicherungs-/ Deckungskosten und deren Optimierung
  • Hohe Loyalität gegenüber Versicherer 

Denken Sie über alternative Risikokonzepte für Ihren Fuhrpark nach? Verfolgen Sie bereits Optimierungsansätze? Finden Sie heraus, ob Sie sich noch mehr Risiko leisten können.

Mit unserem Risikocheck erkennen Sie, ob Sie bereits ein aktiver Risikomanager sind.

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