Da geht nichts mehr

7. September 2021

Viele, die sich ein neues Fahrzeug beschaffen möchten, stehen vor der Wahl, welchen Antrieb sie wählen. Dabei besteht für E-Autos der Vorbehalt der Reichweitenangst. Zudem kommt die Befürchtung, dass man mit dem E-Auto mangels „Saft“ liegenbleibt. 

Die Befürchtung ist jedoch unbegründet, nachdem das Ladenetz immer weiter ausgebaut wird. Allerdings, wie bei einem Benziner oder Diesel, gilt es auch beim E-Auto die Verbrauchsanzeige immer im Auge zu behalten. Jeder Stromer hat eine Anzeige, die in der Regel deutlich auf eine drohende leere Batterie hinweist und möglicherweise auch den Weg zur nächsten Ladesäule beschreibt. Warnhinweise sollte man – wie bei jedem anderen Auto auch – nicht einfach ignorieren. 

Im Übrigen ist man gut beraten, wenn man sich schon mit der Anschaffung des Fahrzeugs damit befasst, was man machen muss, wenn man saftlos liegenbleibt. Hier lohnt sich, einen Blick in die Bedienungsanleitung des Fahrzeugs zu werfen.

Bleibt man mit einem E-Auto liegen, ist es keine Option, selbst zu versuchen, den Wagen wieder „flott“ zu machen. In dem Fahrzeug befinden sich Bauteile, die unter erheblicher elektrischer Spannung stehen. Die Gefahr, einen Elektroschlag zu bekommen, ist viel zu groß, die Chance im Selfservice das Fahrzeug wieder zum Laufen zu bringen, viel zu klein. 

Wer seine Fahrroute auch mit möglichen Ladestationen gut geplant hat, aber plötzlich in einem Stau stehen bleibt, sollte tunlichst alle stromfressenden Verbraucher wie Klimaanlage etc. ausschalten und – wenn es die Verkehrssituation erlaubt – das Fahrzeug komplett ausstellen. Diese Vorsichtsmaßnahme gilt im Übrigen nicht nur für Elektroautos, sondern natürlich auch für Fahrzeuge, die mit Kraftstoff angetrieben werden. Allerdings gilt für Elektrofahrzeuge – im Gegensatz zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor – dass im Stau durch Rekuperation mehr Strom gewonnen als verbraucht wird. Ein langer Stau kann sich also für ein Elektrofahrzeug sogar günstig auswirken und die Gefahr liegenzubleiben ist deutlich geringer. Insgesamt sind Elektromobile weniger anfällig für Pannen, als Fahrzeuge mit einem Verbrennungsmotor, weil weniger mechanische Bauteile im Fahrzeug verbaut sind. 

Im Übrigen, wer ohne Energie mit seinem E-Auto auf der Autobahn liegenbleibt, wird genauso mit einem Bußgeld bedacht, wie der Fahrer eines mit einem Verbrennungsmotor angetriebenen Fahrzeugs. Es lohnt sich also, in allen Fahrzeugen die Betriebssicherheit sorgfältig im Auge zu behalten.

Autor: Dr. Christoph Hartleb Rechtsanwalt vereidigter Buchprüfer Dr. Hartleb Rechtsanwälte Schwalmstraße 291a 41238 Mönchengladbach info@dr-hartleb-rechtsanwaelte.de www.dr-hartleb-rechtsanwaelte.de

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