Mit dem Dienstwagen in den Urlaub – worauf es bei der Reise ankommt

Zig Tausende Autos rollen zur Urlaubszeit durch das Land oder über die Österreichische Grenze. Darunter befindet sich auch ein erheblicher Anteil an Firmenfahrzeugen, die Mitarbeitern von ihren Unternehmen zur privaten Nutzung zur Verfügung gestellt werden. Der Urlaub auf vier Rädern ist im Trend und bei über der Hälfte aller Österreicher die bevorzugte Art zu verreisen: Man ist zeitlich und örtlich flexibel und auch beim Gepäck braucht man sich nicht nur auf einen Koffer zu beschränken.

3. Juli 2018
 

Bei den Rechten und Pflichten, die mit der Privatnutzung einhergehen, herrscht allerdings oft Aufklärungsbedarf. Wir erklären, worauf es bei der Privatnutzung ankommt.

Car Policy in Urlaubsplanung berücksichtigen

"Viele Unternehmen regeln die private Dienstwagennutzung in der so genannten Car Policy oder in einer Betriebsvereinbarung. Darin ist festgehalten, ob überhaupt mit dem Dienstwagen in den Urlaub gefahren werden darf, in welchem Ausmaß private Fahrten ins Ausland zulässig sind und wer den Firmenwagen lenken darf", weiß LeasePlan Österreich Geschäftsführer Nigel Storny. Auch Fragen zum Versicherungsschutz, zu Kilometerbeschränkungen und zur Kostenübernahme, zum Beispiel bei Tankungen mit der Tankkarte, sind von Bedeutung. Die meisten Unternehmen zeigen sich bei der Privatnutzung des Firmenwagens großzügig: In einer LeasePlan-Umfrage unter Fuhrparkleitern gaben alle Befragten an, dass ihre Car Policy Urlaubsfahrten mit dem Auto gestattet.

Die Benutzungsbewilligung als Must-have im Handschuhfach

Bei einem Dienstwagen ist der Lenker laut Zulassungsschein nicht gleich der Besitzer des Autos. Dieser Umstand kann mitunter zu unangenehmen Situationen im In- und Ausland führen. Daher ist es ratsam, auf Reisen stets eine Benutzungsbewilligung bei sich zu haben – und das im besten Fall mehrsprachig. „Nicht immer wird nur der Mitarbeiter selbst den Dienstwagen nutzen, denn vor allem bei langen Fahrten macht ein Fahrertausch Sinn. Dürfen laut Car Policy auch Mitreisende das Fahrzeug lenken, sollte daher für alle lenkberechtigten Personen eine Benutzungsbewilligung mitgeführt werden. Manche Länder erfordern dafür spezielle Formulare, wie beispielsweise die ‚Delega‘ in Italien“, erklärt Storny.

Unser Tipp: Für den Worst Case gewappnet sein

LeasePlan Firmenwagen-Fahrer, fahren mit ihrem Dienstwagen am liebsten zum Wandern in die Berge (43%) oder zum Relaxen an den Strand (34%). Ganz gleich, wo einen die Reise hin verschlägt, das Thema Versicherungsschutz ist bei Urlaubsfahrten besonders wichtig. Bei Reisen innerhalb der EU ist die Mitnahme der so genannten Grünen Karte zwar kein Muss, es ist jedoch ratsam, diese mitzuführen. „Die grüne Versicherungskarte ist ein international anerkannter Nachweis für den Versicherungsschutz. Sie wird für gewöhnlich nur für ein Jahr ausgestellt. Vor Urlaubsfahrten sollte daher unbedingt geprüft werden, ob die Grüne Karte noch gültig ist“, so Storny.

Tritt der Worst Case ein und es kommt während der Urlaubsfahrt zu einem Unfall, können im Vorfeld getroffene Vorkehrungen die Situation erleichtern. Firmenwagennutzer sollten dabei wissen, ob und welche Unfall- und Pannenhilfen mit dem Dienstgeber vereinbart sind. Geschieht ein Unfall, ist zu allererst der Euro-Notruf 112 zu rufen und ein europäischer Unfallbericht auszufüllen. Ein solches Formular sollte bei Auslandsfahrten stets dabei sein, denn Dank des einheitlichen Formates ist man damit - unabhängig von der Sprache - auf der sicheren Seite. Dieses und weitere relevante Formulare finden Sie bei unseren Downloads.

Dienstwagennutzer sind vor Urlaubsantritt gut beraten, sich bei ihrem Arbeitnehmer oder bei professionellen Fuhrparkmanagern wie LeasePlan über alle Rahmenbedingungen zu erkundigen. Weitere Tipps für die Urlaubsfahrt mit dem Auto sowie Informationen zu landesspezifischen Verkehrsvorschriften finden sich auch im Reise-Ratgeber des ÖAMTC.