Car Cost Index: So teuer ist Autofahren in Österreich

Rund 520 Euro im Monat geben Nutzer eines Klein- oder Mittelklasse Benzin- oder Diesel-Pkw in Österreich im Schnitt für ihr Fahrzeug aus. Im Europavergleich befindet sich Österreich damit im Mittelfeld. Das zeigt eine aktuelle Erhebung des Fuhrparkmanagers LeasePlan. Die Analyse zeigt auch: Viele E-Modelle schließen kostenseitig zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren auf und werden somit zu einer gleichwertigen Alternative.

13. Juli 2018
 

Die Anzahl zugelassener Autos steigt jährlich und erreichte mit fast 4,9 Millionen Pkw zum Jahresende den zweithöchsten jemals erhobenen Stand . Der Wunsch nach individueller Mobilität ist ungebrochen und Unternehmen und Privathaushalte lassen sich das auch einiges kosten: Im Schnitt geben Nutzer eines Kfz der Klein- oder Mittelklasse 538 Euro im Monat für einen Benziner, 497 Euro im Monat für einen Diesel und 788 Euro für ihr E-Fahrzeug aus. Damit sind die monatlichen Kfz-Kosten für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren mit im Schnitt 520 Euro monatlich im Vergleich zum Vorjahr (Durchschnittswert 2016: 540 Euro für Diesel- und Benzin-Pkw) leicht gesunken. Das ergibt der kürzlich veröffentlichte Car Cost Index des weltweit tätigen Fuhrparkmanagers LeasePlan, der Anschaffungskosten, Wertverlust, die Ausgaben für Reparaturen und Instandhaltung, Versicherung, Steuern sowie Sprit in 21 EU-Ländern erhoben hat.

E-Autos holen auf

Erstmals wurden 2017 die Ausgaben für Elektro-Fahrzeuge in die LeasePlan Erhebung mitaufgenommen. Im Schnitt geben E-Fahrzeug-Lenker im Monat 788 Euro für ihr Kfz aus. Werden alle Förderungen bei der Anschaffung sowie steuerliche Begünstigungen wie die Sachbezugsbefreiung für Firmenwagennutzer berücksichtigt, können E-Modelle in Sachen Kosten schon jetzt mit klassischen Verbrennungsantrieben mithalten. „Viele E-Autos sind bereits eine ebenbürtige Alternative. Ist dies der Fall, empfehlen wir Unternehmen als auch Privatpersonen, dem E-Auto den Vorzug zu geben“, erklärt LeasePlan Geschäftsführer Nigel Storny. „In diesem Bereich der Mobilität wird sich in den kommenden Jahren viel bewegen. Die Zeichen stehen auf ‚E‘.“

Versicherung in Österreich ist kostspielig

Die Erfahrung zeigt, dass Kfz-Nutzer bei den Fahrzeugkosten nur an wenigen Stellschrauben drehen können. Denn bei den Ausgaben für Anschaffung, Wertverlust, Reparaturen und Instandhaltung, Versicherungen, Steuern sowie Sprit handelt es sich um Fixkosten. Besonders tief in die Tasche müssen die Österreicher im Europavergleich bei den Versicherungskosten greifen. Mehr als ein Fünftel der monatlichen Ausgaben entfallen im Schnitt auf diesen Punkt. Hier lohne sich laut Nigel Storny der Vergleich. Privatpersonen empfiehlt der Experte, sich Zeit zu nehmen, um die unterschiedlichen Anbieter und vor allem auch die Leistungen genau zu vergleichen. Unternehmen, die die Versicherungskosten ganzer Flotten tragen müssen, können mit einem Profi an ihrer Seite die Ausgaben drosseln: „Professionelle Fuhrparkmanager kennen den Markt wie ihre Westentasche und können die Unternehmensflotte ganz auf die Bedürfnisse und Anforderungen der Kunden ausrichten. So lässt sich bares Geld sparen.“

Mehr Infos zum Car Cost Index können Sie online hier nachlesen.

LeasePlan Car Cost Index – Kfz-Kosten im Europavergleich

  • 520 Euro geben Nutzer von Klein- oder Mittelklasse Benzin- oder Diesel-Pkw im Schnitt monatlich für ihr Fahrzeug aus – diese Kosten beinhalten die Ausgaben für Anschaffung, Wertverlust, Reparaturen und Instandhaltung, Versicherung, Steuern sowie Sprit. Benziner kosten monatlich im Schnitt 538 Euro, Diesel-Pkw kommen auf 497 Euro monatlich und E-Fahrzeuge schlagen im Schnitt mit monatlichen Kosten von 790 Euro zu Buche. Werden Förderungen und steuerliche Begünstigungen wie die Sachbezugsbefreiung für Firmenwagennutzer berücksichtigt, können E-Modelle in Punkto Kosten bereits mit klassischen Verbrennungsfahrzeugen mithalten.
  • Im Europavergleich liegt Österreich bei den monatlichen Kfz-Ausgaben im Mittelfeld – besonders tief in die Tasche müssen mit über 700 Euro pro Monat Kfz-Nutzer in Italien, Finnland und Norwegen greifen.
  • Am günstigsten sind Kfz in Osteuropa – in Ungarn, Rumänien und Polen belaufen sich die monatlichen Ausgaben für einen Diesel-, Benzin- oder Elektro-Pkw auf unter 500 Euro monatlich.
  • Die größten Preistreiber für laufende Kosten sind länderspezifische Kfz-Steuern sowie Versicherungen.
  • Der Car Cost Index wurde im Zuge des alljährlichen „LeasePlan Mobility Monitors“ erhoben. Tausende LeasePlan-Fahrer weltweit werden sowohl zu ihren Fahrgewohnheiten als auch zu Zukunftstrends befragt. Die publizierten Zahlen beziehen sich auf die laufenden Kosten für Pkw im Klein- und Mittelsegment in den ersten 3 Jahren der Nutzung bei einer jährlichen Fahrtstrecke von 20.000 km.