Mit dem Dienstwagen in den Sommerurlaub

Tipps für FahrerInnen

24. Juli 2020

Nach den sehr aufwühlenden letzten Monaten freuen sich nun viele auf den bevorstehenden Sommerurlaub. In Zeiten von Corona aber doch anders, als (vielleicht) sonst üblich: so haben sich viele dazu entschieden, in diesem Jahr Urlaub im eigenen Land zu machen und den Flieger gegen das eigene Auto einzutauschen. Als FahrerIn eines Dienstfahrzeuges müssen Sie dabei aber ein paar Dinge beachten. Damit Sie Ihre Reise so richtig genießen können, geben wir nachfolgend einen Überblick über alles Wichtige.

Klären Sie ab, ob Sie mit dem Firmenauto in Urlaub fahren dürfen

Ob Sie mit Ihrem Dienstwagen in den Urlaub fahren dürfen und bis zu welchem Ausmaß private Fahrten ins Ausland erlaubt sind, ist in der Regel in der Car Policy oder einer entsprechenden Dienstwagenvereinbarung geregelt. Hier finden sich auch nähere Informationen zum Versicherungsschutz, zu etwaigen Kilometerbeschränkungen und zur Kostenübernahme, zum Beispiel bei Tankungen mit der Tankkarte. Bevor Sie sich mit dem Firmenauto auf den Weg zum Urlaubsziel machen, informieren Sie sich also unbedingt noch bei Ihrer Fahrparkleitung.

Führen Sie eine Benützungsbewilligung und Vollmacht mit

Da Sie als LenkerIn Ihres Firmenfahrzeuges nicht auch BesitzerIn sind, empfiehlt es sich, eine Benützungsbewilligung und Vollmacht bei Fahrten innerhalb und außerhalb Österreichs mitzuführen, um mögliche Probleme oder Verzögerungen z.B. bei Grenz- und Polizeikontrollen zu vermeiden. Wenn es laut Car Policy auch Mitreisenden erlaubt ist, das Fahrzeug zu lenken, dann sollten Sie sicherstellen, dass für alle lenkberechtigten Personen eine Benützungsbewilligung und Vollmacht vorhanden ist.

Benützungsbewilligung downloaden

Vergessen Sie nicht auf die internationale Versicherungskarte

Bei Reisen mit dem Auto innerhalb der EU empfehlen wir Ihnen, immer eine aktuelle internationale Versicherungskarte (früher auch als „Grüne Karte“ bekannt) in ausgedruckter Form mitzuführen. Dabei handelt es sich um einen international anerkannten Nachweis, dass ein Auto ordnungsgemäß haftpflichtversichert ist. Die Versicherungskarte ist normalerweise drei Jahre ab Ausstellung gültig. Kontrollieren Sie also rechtzeitig vor Reiseantritt, ob Ihre Karte noch gültig ist und bestellen Sie im Bedarfsfall kostenlos eine neue direkt über Ihre Versicherung.

Achten Sie auf eine gültige Prüfplakette bei Auslandsfahrten

Auch wenn die Begutachtungsfrist bei §57a-Überprüfungen („Pickerl“) in Österreich verlängert wurde, empfehlen wir bei Fahrten ins benachbarte, insbesondere östliche Ausland, das Pickerl davor erneuern zu lassen. In vielen Ländern gibt es keine oder kürzere Toleranzfristen, weshalb es zu Komplikationen mit den lokalen Behörden bis hin zur Abnahme des Kennzeichens kommen kann. Ersparen Sie sich also den Stress und stellen Sie sicher, dass Sie noch vor Reiseantritt die anstehende §57-Überprüfung erledigen lassen.

Informieren Sie sich über mögliche Reisebeschränkungen

Um einen erneuten großflächigen Ausbruch des Coronavirus zu vermeiden, prüft das österreichische Außenministerium die weltweite Lage sehr genau. Derzeit gelten zahlreiche Reisebeschränkungen und Einreiseverbote. Erkunden Sie sich daher unbedingt vor Reisebeginn, ob Ihr Zielland von Beschränkungen oder speziellen Corona-Maßnahmen betroffen ist. Eine aktuelle Übersicht finden Sie auf der Website des österreichischen Außenministeriums.

Zur Website des Außenministeriums

Vergessen Sie nicht auf die Maut im Ausland

In Europa gibt es unterschiedliche Maut-Regelungen, die Sie beachten müssen. So muss z.B. in Ungarn, Tschechien, Slowenien oder der Schweiz eine Pauschalabgabe geleistet werden (Vignettenpflicht). Vignetten können Sie i.d.R. direkt bei der Einreise in das jeweilige Land erwerben. In anderen Ländern wie z.B. Frankreich, Italien oder Portugal gilt eine streckenbezogene Maut. Hier erfolgt die Verrechnung auf Basis der zurückgelegten Kilometer. Die Bezahlung erfolgt an fixen Mautstellen. Einen Überblick über die unterschiedlichen Mautsysteme finden Sie bei Ihrem Mobiltiätsclub.

Überblick über Maut-Regelungen

Im Fall des Falles behalten Sie einen kühlen Kopf

Die LeasePlan Pannenhilfe unterstützt Sie im Bedarfsfall nicht nur innerhalb Österreichs, sondern in der gesamten EU. Egal zu welcher Uhrzeit, rufen Sie bei Unfall oder Panne +43 1 2140144 (europaweit) und wir organisieren rasche Hilfe für Sie inkl. Rücktransport, falls nötig. Bei einem Unfall verständigen Sie bitte zusätzlich den Euro-Notruf 112 und vergessen Sie nicht, einen Unfallbericht auszufüllen. Vergewissern Sie sich noch vor Reiseantritt, dass Sie einen Unfallbericht im Auto dabei haben. Sollten Sie keinen haben, so melden Sie sich im LeasePlan Driver Contact Center unter +43 1 60102-200, wir schicken ihnen gern einen (oder mehrere) zu.

Mit diesen Tipps steht einem stressfreien und erholsamen Urlaub nichts mehr im Weg! Wir wünschen Ihnen eine entspannte Zeit, egal, ob Sie allein, zu zweit oder mit der Familie unterwegs sind. Und sollten Sie doch noch Fragen haben, so sind die KollegInnen im Driver Contact Center gern für Sie da! Rufen Sie uns an oder schreiben Sie ein E-Mail.

Alle wichtigen Telefonnummern auf einen Blick:

  • Euro-Notruf: 112 (die Leitstelle kontaktiert dann Polizei, Feuerwehr oder Rettung)
  • LeasePlan Pannenhilfe: +43 1 2140144 (europaweit, 24/7)
  • LeasePlan Driver Contact Center: +43 1 60102-200