Steuerreform beschlossen

Klimafreundliche Fahrzeuge werden ab sofort noch stärker gefördert

20. September 2019

Gestern Nacht wurde im Parlament ein Teil der Steuerreform beschlossen, der u.a. auch Änderungen bei der Normverbrauchsabgabe, der motorbezogenen Versicherungssteuer und dem Sachbezug bringt. Wir zeigen Ihnen konkret, wie sich diese Änderungen auf Ihren Fuhrpark auswirken.

Anpassung der NoVA-Berechnungsformel an neues WLTP-Messverfahren

Seit Mitte 2017 muss der Fahrzeugverbrauch europaweit nach einer neuen Testprozedur – WLTP (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicle Test Procedure) – gemessen werden. Dieses Messverfahren liefert deutlich realistischere CO2-Werte als sein Vorgänger (NEFZ) und wirkt sich damit auch auf die Höhe der Normverbrauchsabgabe aus. Um dem entgegenzuwirken, hat man bisher für die Berechnung der NoVA weiterhin die alten NEFZ-Werte herangezogen. Mit kommenden Jahr ändert sich das aber. Aus diesem Grund wurde nun die NoVA-Berechnungsformel annäherungsweise an die neuen CO2-Emissionswerte nach WLTP angepasst. Dadurch wird in vielen Fällen die Höhe der Normverbrauchsabgabe unverändert bleiben, wie Sie auch in unserem Beispiel sehen.

 

Motorbezogene Versicherungssteuer begünstigt zukünftig klimafreundliche Fahrzeuge

Bei der motorbezogenen Versicherungssteuer wird künftig neben der Motorleistung auch der CO2-Ausstoß berücksichtigt werden. Dadurch soll die Steuerbelastung hin zu jenen Fahrzeugen verlagert werden, die einen überdurchschnittlich hohen CO2-Ausstoß verursachen. Auf Ihren bestehenden Fuhrpark hat das keine Auswirkung. Davon betroffen werden aber Fahrzeuge sein, die ab 01.10.2020 neu zugelassen werden. Die konkreten Änderungen sehen Sie in unserem Beispiel. Wichtig zu beachten ist, dass es Übergangsregelungen geben wird, die jedoch aktuell noch nicht bekannt sind.

 

Anpassung der CO2-Grenzwerte beim Sachbezug

Um einen zusätzlichen Anreiz für die Anschaffung emissionsarmer Dienstfahrzeuge zu schaffen und aufgrund der Einführung des neuen WLTP-Messverfahrens, ist geplant auch die CO2-Grenzwerte beim Sachbezug (Sachbezugswerteverordnung) entsprechend anzupassen und jährlich abzusenken. Damit sichergestellt ist, dass bisher ermittelte Sachbezugswerte gültig bleiben, gilt diese Regelung ausschließlich für Fahrzeuge, die ab 2020 neu zugelassen werden. Fahrzeuge mit einem CO2-Ausstoß von Null (z.B. Elektrofahrzeuge) bleiben weiterhin gänzlich vom Sachbezug befreit.

 

Sollten Sie noch Fragen rund um dieses Thema (z.B. Wirksamkeit der neuen Regelungen, Übergangsbestimmungen, etc.) haben, so helfen Ihnen unsere Consultants jederzeit gern weiter.

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