2020: Das Jahr der E-Mobilität

Elektroautos avancieren vom Nischen- zum Massenprodukt

10. Februar 2020

40 Marken waren mit rund 330 Fahrzeugen auf der diesjährigen Vienna Autoshow vertreten und eines zeigte sich deutlich: die Hersteller setzen 2020 voll auf Elektro als Antriebsart der Zukunft. Von VW über Mercedes und BMW bis hin zu Opel und Renault, alle großen Fahrzeughersteller präsentierten ihre neuesten Elektro- und Hybridfahrzeuge. Man kann also in diesem Jahr viele Elektromodelle auf dem Pkw-Markt erwarten: so wird z.B. die VW-Gruppe gleich mit mehreren Elektrofahrzeugen wie dem ID.3 oder der vollelektrischen Neuauflage des Skoda Citigo auf den Markt gehen. Renault legt sein Kult-E-Auto Zoe neu auf, Peugeot und Opel bieten mit dem e-208 bzw. dem Corsa-e neue umweltfreundliche City-Flitzer und Mercedes steigt im Premium-Segment mit dem E-SUV EQC ein.

2020 markiert den Anfang einer neuen E-Pkw-Ära bei allen Herstellern

Der Eindruck, dass der Elektroantrieb nunmehr bei allen großen Herstellern endgültig angekommen ist, wird auch in einem Report von „Transport and Environment“, der Dachorganisation von nichtstaatlichen Organisationen aus dem nachhaltigen Verkehrsbereich untermauert. Demzufolge stellt das Jahr 2020 einen Wendepunkt für Elektrofahrzeuge dar: sie avancieren von Nischen- zu Massenprodukten. Bis 2025 wir das Angebot an E- und Hybridfahrzeugen auf 333 Modelle anwachsen. Ein Grund für dieses starke Wachstum ist der ab diesem Jahr EU-weit gültige Grenzwert von 95g CO2/km für alle neu zugelassenen Pkw. Das gemeinsame Ziel der Europäischen Union ist es, den CO2-Ausstoß von Neuwagen bis 2030 um 37,5% zu verringern.

Spitzenreiter bei neuen E- und Hybridfahrzeugen wird die VW-Gruppe sein, die ihr Sortiment bis 2025 europaweit auf 78 umweltfreundliche Modelle ausbauen will. Auch die PSA-Gruppe (Citroën, DS, Opel, Peugeot und Vauxhall), Toyota, Daimler, die BMW-Gruppe und die FCA-Gruppe (u.a. Fiat, Alfa Romeo, Chrysler) werden bis 2025 den Anteil an E- und Hybridmodellen in ihren Sortimenten deutlich steigern.

Österreich hinkt bei Neuzulassungen von E-Pkw (noch) hinterher

In Österreich wird der Weg hin zum E-Mobilitäts-Land aber noch ein längerer sein. Wie die vor kurzem veröffentlichte Jahresstatistik 2019 zu Pkw-Neuzulassungen in Österreich der Statistik Austria zeigt, ist der Anteil an Fahrzeugen mit alternativen Antrieb (Elektro, Erdgas, Hybrid und Wasserstoff) an allen Neuzulassungen mit 8% immer noch sehr gering. Dennoch wurde ein starkes Wachstum von rund 50% im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Den prozentuell größten Anteil dabei machten Hybrid-Fahrzeuge aus. Aber auch die Neuzulassungen von rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen entwickelten sich 2019 durchaus positiv: mit einem Plus von 36,6% auf gesamt 9.242 Neuzulassungen verbesserte sich der Anteil der Stromer an allen Pkw-Neuzulassungen auf 2,8%.

So erfreulich dieses Wachstum auch ist – im Vergleich zu anderen europäischen Ländern entwickelt sich E-Mobilität in Österreich schleppend – und das, obwohl Österreich die meisten Förderungen in diesem Bereich und eine komplette Befreiung vom Sachbezug für Elektroautos bietet, wie der aktuelle „EV Readiness Index 2020“ von LeasePlan verdeutlicht (mehr dazu in einem späteren Blogpost).

Berücksichtigt man, dass rund 60% aller neu zugelassenen Pkw in Österreich Firmenwagen sind, so wird besonders den Unternehmen eine entscheidende Rolle bei der Verbreitung von E-Fahrzeugen im Land zukommen. Am Angebot interessanter Elektrofahrzeuge wird es 2020 und in den Folgejahren jedenfalls nicht scheitern, auch nicht an der Ladeinfrastruktur und den Förderungen. Lassen Sie uns gemeinsam die Flotten im Land unter Strom setzen! Wir freuen uns, wenn wir Sie dabei unterstützen dürfen.

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