„Chipkrise“ führt zu Produktionsausfällen bei Fahrzeugherstellern

Nachdem die Corona-Pandemie 2020 auch die Automobilindustrie stark unter Druck setzte, hofften viele Hersteller auf eine schnelle Erholung in 2021. Das neue Jahr verläuft jedoch bisher alles andere als vielversprechend: Lockdowns in vielen Ländern belasten die Wirtschaft stark und dämpfen auch weiterhin die Kaufkraft deutlich, die COVID-Impfungen starteten in vielen Ländern deutlich langsamer als erhofft und als wäre das noch nicht genug, führen Lieferengpässe bei Halbleitern zu teils deutlichen Produktionsausfällen bei vielen Fahrzeugherstellern.

Warum sich ein Mangel an Mikrochips auf die Automobilindustrie auswirkt

Moderne Fahrzeuge bestehen heute zu einem großen Teil aus Elektronik. So zählt z.B. der Kabelbaum mit einer durchschnittlichen Länge von 6-7 Metern zu den schwersten Komponenten in Fahrzeugen. Dementsprechend nehmen Halbleiter (oder auch Mikrochips genannt) hier mittlerweile eine zentrale Rolle ein: sie steuern beispielsweise Klimaanlagen, kontrollieren den Reifendruck oder lösen den Airbag im Fall eines Unfalls aus. Fehlen diese Mikrochips also, wirkt sich das unmittelbar auf die Fahrzeugproduktion aus.

Gründe für die Lieferengpässe bei Halbleitern

Viele Hersteller haben ihre Bestellungen von Halbleitern im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie reduziert, während Elektronikkonzerne in dieser Zeit den Markt quasi leergekauft haben. Die stark gestiegene Nachfrage der Automobilhersteller Anfang des Jahres führte letztlich zu den nun bestehenden Lieferengpässen. Diese Situation wird sich wahrscheinlich noch verschärfen, denn zusätzlich ist nun auch eine große Halbleiter-Fabrik in Japan nach einem Brand ausgefallen. ExpertInnen rechnen damit, dass sich die Situation frühestens im zweiten Halbjahr 2021 entspannen wird. Die Produktionsausfälle werden bis dahin auf gut 1 Million Fahrzeuge angewachsen sein.

Was bedeutet das für Sie?

Aufgrund der Produktionsausfälle ist mit längeren Lieferzeiten bei Fahrzeugen vieler Hersteller zu rechnen. Das können wir bereits jetzt beobachten. Im ersten Quartal lagen die durchschnittlichen Lieferzeiten mit durchschnittlich 4,2 Monaten nur knapp unter jenen vom zweiten Halbjahr 2020 und damit deutlich höher als gewöhnlich.

Betrachtet man die Lieferzeiten auf Herstellerebene, so zeigen sich bei einigen Herstellern die Auswirkungen bereits recht deutlich. Es ist damit zu rechnen, dass sich die Lieferzeiten bei allen Herstellern in den kommenden Wochen noch weiter verzögern werden.

Rechtzeitig bestellen, wenn Sie noch NoVA sparen wollen

Berücksichtigen Sie bei der Bestellung von PKW und Transportern unbedingt die längeren Lieferzeiten, insbesondere, wenn Sie noch von der bestehenden NoVA-Regelung profitieren wollen. Die neue NoVA-Regelung tritt ab 01.07.2021 in Kraft und damit werden auch erstmals leichte Nutzfahrzeuge (Klasse N1 bis 3,5t) besteuert. Für Fahrzeuge, für die ein unwiderruflicher schriftlicher Kaufvertrag vor dem 1.6.2021 abgeschlossen wurde, deren Lieferung aber erst nach dem 1.7.2021 (aber vor dem 1.11.2021) erfolgt, gibt es eine Übergangsregelung. In diesem Fall ist die Rechtslage vor dem 1.7.2021 weiterhin anzuwenden.

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